Aron

Aron
Schwarz, wie eine mondlose Nacht

Mittwoch, 9. Februar 2011

Wie versprochen-der Sonnenuntergang

Nach einem wunderschönen sonnigen Tag sitze ich noch an meinem Rechner und genieße diese Bilder. Heute habe ich wirklich gute Aufnahmen machen können. Wie versprochen sind hier ein paar zu sehen. Der Eumel war den ganzen Tag an meiner Seite und ist jetzt platt. Gewöhnlich liegt er neben mir und schläft, aber heute hat er sich irgendwo im Haus verkrümelt. Das soll wohl heißen: "Leute lasst mich mal in Ruhe und stört nicht dauernd!" Tjaaa, jetzt kommt bald wieder die Zeit wo wir weiter laufen können als in dem hohen Schnee des Winters. Da sollte der Aron sehen dass er wieder fit wird. Ich glaube wir alle können nach diesem langen Winter etwas Fitness und >>Schlankness<< gebrauchen. Vielleicht ist der Frost und der Schnee auch schon wieder im Anmarsch und wir wissen es nur noch nicht. Es ist Februar und da ist schließlich noch Winter, auch wenn es heute herrlich sonnig und warm war.

Am Morgen waren wir bei den Pferden. Ich hatte ein paar Möhren dabei und hab damit die Zossen auf der Koppel angelockt um sie besser fotografieren zu können. Man muss etwas Geduld haben bis die Tiere merken was man da treibt, aber irgendwann werde sie neugierig und kommen gucken. Wenn sie dann eine Möhre oder etwas anderes Fressbares erkennen ist es wie bei den Hunden auch. Sie fangen an zu betteln. Ich habe nicht immer was für die Pferde dabei, doch wenn ich ihnen mal zwei Tage hintereinander etwas gebe laufen sie mir am dritten Tag schon entgegen und schauen nach ob der komische Hundetyp wieder was Fressbares mit hat.

Ich war heute so in das Fotografieren vertieft, dass ich den Husky und den Jack Russel erst bemerkt habe als sie direkt neben mir standen. Ein kurzer Schreck und dann war klar, das wir die beiden kennen. Ein Huskyfreund ist Aron ja sowieso und den Kleinen beachtet er kaum, obwohl der sich manchmal vor Aron aufbaut und sich "wichtig" machen will. Husky und Jack Russel wurden von ihrem Frauchen begleitet und da sich die Hunde so gut verstehen sind wir gemeinsam weiter. Für die Hunde ist es glaube ich schöner in einer etwas größeren Gruppe zu laufen. Besonders Aron muss ja oft nur allein mit einem von uns gehen und da ist es besser wenn er wenigstens einige Zeit mit seien "Bekannten" zusammen ist. Die junge Frau, bei uns heißt sie immer nur "Das Frauchen von Tiak!" ich kenne ihren Namen wie von den meisten Hundebesitzern die uns begegnen nicht, ist mir durch aus sympathisch und man kann sich mit ihr gut unterhalten. Sie ist, glaube ich, einer der wenigen Menschen die sich nicht in den Vordergrund spielen müssen oder wollen. Sie ist sehr natürlich und das mag ich auch an anderen Menschen. Eine ganz wichtige Eigenschaft besitzt sie auch noch, sie fällt einem nicht ins Wort. Und so sind die wenigen Treffen und kurzen Wege mit ihr immer eine willkommene Abwechslung. Von den meisten anderen Menschen, die mit ihren Hunden an uns vorbei kommen halte ich Distanz. "Guten Tag!" noch ein paar freundliche Worte und dann bin ich mit Aron weiter. Da gibt es ganz wenige mit denen ich laufen mag.

Mittags war Aron dann mal wieder allein im Zwinger. Bei diesem Sonnenschein kein Problem. Als ich vom Arzt zurück kam haben wir gleich die Fototour vorbereitet und sind sofort raus.

Hier sind noch zwei Fotos vom Neuhäuser See. Die Aufnahmen sind von heute(08.02.2011) bei Sonnenuntergang. Ich habe dafür zwei unterschiedliche Techniken verwendet, deshalb sieht man einmal Wellen und auf dem anderen Foto ist der See ganz "weich" dargestellt.




Montag, 7. Februar 2011

Ruhiger Wochenanfang

Da die Woche wirklich sehr ruhig angefangen hat gibt es kaum etwas zu berichten. Deshalb will ich mal diese Bilder vom Biberbiss nachreichen. Ich habe ja schon erzählt, dass der Baum inzwischen gefällt worden ist. Der Biber hat ganze Arbeit geleistet.

Am Nachmittag bin ich mit Aron am Neuhäuser See gewesen. Es war frühlingshaft lau. Auf dem Rückweg hat  uns Frauchen überrascht und Aron überschlug sich vor Freude als merkte wer da auf dem Weg entgegen kam.
Da wir in Wassernähe waren, habe ich gleich ein paar Steine gesucht um mit Aron ausgelassen zu spielen. Also man braucht sich nur nach unten zu beugen, da "stiebt" Aron schon in Richtung Wasser, als hätte er dort eine Katze entdeckt. Wenn man dann die Stein abwechselnd nach Rechts und Links, so dass er sie nicht erreichen kann, ins flache Wasser wirft, dann ist er nicht mehr zu bremsen. Er legt mehrere Sprinteinlagen hin, die jeden Olympioniken in den Schatten stellen.

Da man zum Werfen nicht alles nehmen kann, nur mittelgroße Steine, gingen uns bald die Wurfobjekte aus. Nach kleinen Steinen läuft er nicht, weil die, wenn sie ins Wasser fallen nicht genug plumpsen und auch nur wenig Wasser aufspritzt und große Steine, naja, die schaffe ich nicht so zu werfen dass er sie nicht fangen kann, was ich ihm durchaus zutraue. Er hat im Wasser schon Mauersteine, also Klinker, gefunden diese ausgegraben und, eh ich einschreiten konnte hat er sie raus geschleppt.

Als Aron sich ausgetobt hatte, er war im Gegensatz zu uns noch nicht am Ende seiner Kräfte, haben wir drei noch eine Weile am Strand gestanden und diesem wunderschönen Sonnenuntergang über der Goitzsche bewundert. Falls morgen wieder so schönes Wetter ist und die Sonne bis Abends scheint, werde ich einige Fotos machen. Ich bekomme morgen sowieso meinen Graufilter und den muss ich gleich mal ausprobieren.


Sonntag, 6. Februar 2011

Stürmisches Wochenende

Es ist ein sehr stürmisches Wochenende, aber die Luft ist warm. Mit Aron war ich meistens am Neuhäuser See. Dort ist der Sturm am besten zu beobachten und auszuhalten. Wir haben gemerkt,  dass an den Bäumen langsam die Knospen austreiben. Wenn ich nächste Woche wieder raus fahre versuche ich mal ein paar Fotos davon einzufangen.
Gestern, am Samstag, war ich mit Aron am Wasser unten und habe einige Experimente mit dem Fotoapparat gemacht. Der Eumel hat die Gelegenheit genutzt sich an allen Grasbüschel „anzumelden“ und um sich so bei seinen Freunden in Erinnerung zu bringen. Obwohl das Eis schon gebrochen war konnte der „Dicke“ ein Stück raus. Ein paar Schritte auf dem Eis waren ihm aber genug. Ich glaube er hat das Wasser gesucht. Denn als er eine offene Stelle am Rand sah, ist er sofort hin und hat sich gefreut wie ein kleines Kind unterm Weihnachtsbaum. Als ich dann noch einen Stein in die Hand nahm und er merkte dass wir zu seinem Lieblingsspiel kommen, nämlich Steine jagen, war er ganz aus dem Häuschen.

Am Ende des Vormittags war er völlig geschafft. Das war aber auch gut so, denn wir wollten nachmittags und abends zum Volleyball, da kann Aron natürlich nicht mit und er muss zu Hause bleiben. Wenn wir unseren Volleyball-Samstag haben kommen wir oft erst in der Nacht zurück. Es ist besser wenn Aron dann die meiste Zeit schläft. Gestern haben wir uns geeinigt, dass Frauchen noch einmal nach Hause fährt, mit Aron Gassi geht und dann wieder zum Volleyball kommt. So haben wir es dann auch gemacht und der Hund kam unverhofft noch einmal ins Wasser. Dieses Mal aber an einem anderen See, an den ich persönlich nicht so gern gehe. Vor allem im Winter nicht. 

Abends haben wir Aron zum Opa gebracht und konnten in Ruhe beim Spiel zu schauen. Natürlich spielen wir beide auch gern Volleyball, aber ich rede hier davon, dass wir Samstags oft als Zuschauer bei unserer 3. Mannschaft bzw. Abends bei unseren 1. Männermannschaft zu schauen. Wenn wir auch engagierte Anhänger der Mannschaften sind, so beschränkten sich unsere körperlichen. Aktivitäten bei den Spielen auf heftiges Anfeuern, Klatschen und mal ein Bier oder eine Bockwurst holen. Wir haben auch so unsere Freude an den Spielen, in unserer Jugend haben wir beide auch im Volleyballverein mitgespielt.

Als wir Aron nachts vom Opa abgeholt haben, war er total verschlafen und wollte gar nicht aufstehen. Dort darf er, was bei uns strengstens(mit einigen wenigen Ausnahmen) untersagt ist, auf der Couch liegen. Und das nutzt der Schlingel voll aus und döst dort den ganzen Abend, während mein Schwiegervater im Sessel sitzen muss. Ich glaube das macht der sogar gern, Hauptsache der Hund hat es bequem. „Den Hunden soll es doch später mal besser gehen als uns!“, fällt mir da spontan ein.

Wenn ich jetzt aus dem Fenster sehe, stelle ich Fest dass die Sonne sich mit einem wunderschönen Abendrot aus dem Wochenende verabschiedet. Der Sturm scheint nachzulassen und es ist frühlingshaft warm draußen. Allerdings glaube ich Abendrot deutet auch auf einen bevorstehenden Wetterumschwung hin. Na wir werden sehen, eigentlich ist mir das Wetter ziemlich egal. Ich bin gern mit dem Hund unterwegs. Ich kleide mich entsprechend und Aron macht weder Sturm noch Kälte etwas aus. Wir sind am liebsten an den Seen der Goitzsche, dort kann man Laufen oder einfach nur Wild beobachten. Je nachdem wozu einem der Sinn steht. Die Goitzsche ist ein eigenartiges Gebiet. Das fängt schon mit der Namensgebung an. Viele schreiben Goitsche statt Goitzsche. Da es sich hier aber um altes slawisches Siedlungsgebiet handelt, habe ich entschieden Goitzsche zu verwenden. Viele Orte in der Umgebung haben eigentümliche Schreibweisen. Immer wieder taucht dieses -tzsch- im Ortsnamen auf. Da gibt es Delitzsch und Roitzsch, aber der Oberknaller ist Roitzschjora. Ich glaube dort bekommt nur der eine Wohngenehmigung, der diesen Namen fehlerlos schreiben und sprechen kann. Nein, natürlich ist das nur ein Spaß.

Aber auch der Neuhäuser See ist in dieses „Mystikum“ verwickelt. Ich habe schon 3 verschiedene Ausdrucke gefunden. Da heißt es Neuhäuser See, Neuhäusersee und an der Straße findet sich ein Hinweisschild mit Neuhauser See. Ich habe im Internet recherchiert und meine die häufigste Schreibweise für diesen See ist Neuhäuser. So will ich das auch weiter beibehalten. Dieses Problem muss man nicht überbewerten. Ich werde noch oft von der Goitzsche und dem Neuhäuser See berichten, weil wir viel dort draußen sind und wunderbare Stunden verbringen.

Samstag, 5. Februar 2011

Kein Hund vor der Tür

Genau so eine Witterung muss gewesen sein, als der Satz, "Bei dem Wetter schick man keinen Hund vor die Tür" erfunden wurde. Man ist das hässlich draußen. Unsere Runde am Morgen fand bei 2°C, Sturm und Schneeregen statt. Ich hatte zwar einen Schirm mitgenommen aber es war praktisch unmöglich diesen aufzuspannen. Der Sturm fuhr hinein und schleppte mich hinterher, wie wenn Aron an der Leine eine läufige Hündin erspäht hat.

Trotzdem waren wir am Biberbiss. So habe ich die Stelle getauft wo ein Biber, vielleicht waren es auch mehrere, einen stattlichen Baum gefällt hat. Vor wenigen Tagen habe ich den angenagten Baum gefunden und jeden Morgen bin ich mit Aron hin. Wir konnten die nächtlichen Aktivitäten sehr gut nachvollziehen. Der Haufen Späne, neben dem Baum, wurde immer gewaltiger. Es ist beeindruckend wenn man das mit eigenen Augen sehen kann. Hätten wir solche starken Zähne würden alle Detaillisten pleite sein oder wenigstens ihre teuren Produktionen zu akzeptablen Preisen verkaufen.

Aron fand den unsichtbaren Biber auch ganz interessant. Immer wenn wir in die Nähe solcher Wildspuren kommen wir er aufgeregt und wackelt sich bald den Schwanz raus. Man merkt sofort wie freudig erregt der Canide wird, wenn mal ein unbekanntes Blatt vor ihm liegt. Er studiert jedes Zweiglein und jeden Grashalm intensiv, aber ohne ihn zu markieren. Den dabei fehlenden Jagdtrieb vermisse ich überhaupt nicht. Aron kommt höchst selten auf die Idee einer Spur nachzujagen und wenn, dann nur ein paar Meter weit. "Hat ja eh keinen Sinn!" Er ist eben der Wissenschaftler unter den Labbis. Lieber jeden Stein zweimal umdrehen und beschnüffeln, aber wozu hinterher rennen. Der Biber ist ja schon weg.

In der Nacht vom 01. zum 02. Februar fiel der Baum. Wir fanden ihn morgens mitten auf dem Weg liegen. Dieser Biber ist ein genialer Handwerker, aber ich glaube so sollte der Baum nicht fallen. Ich werde das auf jeden Fall weiter beobachten. Bis heute hat der Biber noch nichts verändert. Seit über 5 Tagen liegt der Baum einfach nur so rum. Aron hat alles gecheckt und auch keine Neuigkeiten gemeldet.

Auf unserer Nachmittagsrunde war zwar immer noch Sturm. Ich glaube sogar der hat noch zugenommen. Es ist jedoch wärmer geworden. gestern hatten wir  -1°C und in der Nacht kam dann schon laue Luft. Das hat man bei dem Schneeregen heute Morgen nicht gemerkt. Jetzt war es aber deutlich zu spüren, 7°C zeigte das Thermometer im Auto an.
Der Eumel, so nennen wir den Aron manchmal, hat am Nachmittag alles beschnüffelt und sich ohne Ende gefreut das wir mal woanders waren. Dieser See erlaubt es auch, dass der Hund, wenn er will, mal rein geht. Im Sommer baden wir sogar mit ihm dort und schwimmen weit hinaus. Ich glaube das sind für Aron die schönsten Momente. Es sind die Höhepunkte des Jahres, wenn die beiden Alpha mit im Wasser sind. Es reicht schon wenn nur Alpha/2 mit ihm schwimmt. Da ist er ja schon wie aufgezogen. Sobald das Wasser gefühlte 30°C hat gehe ich auch mal mit rein und Aron schießt im Wasser von einem zum Anderen, je nachdem wer mehr planscht und in Aron's Augen gerettet werden muss. 

Der andere See, von heute morgen, ist eher ein Teich. Ich habe es auch nicht so gern wenn Aron dort reingeht. Macht er auch höchst selten, nur im Hochsommer wenn es vor Hitze nicht auszuhalten ist. Genau dann stinkt der Teich am heftigsten und somit auch Aron wenn er mit wackelndem Schwanz auf mich zu kommt. "Guck mal, mir geht es wieder gut, geh doch auch rein.", scheint er mir dann sagen zu wollen. Doch jetzt waren wir am Neuhäuser See und da ist alles prima. Das Eis bricht langsam auf und das offene Wasser tritt hervor. Als wir dort waren habe ich noch schnell paar Fotos gemacht. Es war ein gutes Licht. Mal sehen wie sie geworden sind. Nach 1 1/2 Stunden sind wir wieder zu Hause gewesen.

Jetzt wo ich diese Zeilen schreibe liegt er unten im Flur und wartet auf Frauchen oder auf sein Futter. Ich gebe ihm nichts zu fressen bevor sie kommt. Denn was losgeht wenn sie durch die Tür kommt überfordert jeden vollen Magen. Da will er spielen und mit Frauchen im Garten toben. Er bringt ein Spielzeug nach dem anderen an. Nach dem Motto: "Was nehmen wir heute. Am besten alles!" Sollen beiden ihr Ritual durchziehen. Meistens weis ich nicht über wenn ich mich am meisten amüsieren soll. Das der Eumel ein wenig infantil ist weiss ich ja.

Freitag, 4. Februar 2011

Aron (wieder) allein zu Haus


Seit mehreren Wochen hat Aron heute mal wieder einige Stunden am Stück draußen im Garten verbracht. Zumindest war das unser Ansinnen. Silvester und die ganzen eiskalten Tage danach, bei Temperaturen weit unter 0°C,  haben wir ihn, wenn wir mal nur eine Stunde oder etwas länger fort waren, drin im Haus gelassen. Er liegt dann unten im Flur und döst vor sich hin. Selbst wenn es an der Tür klingelt gibt der keinen Murks von sich.

Ich glaube zwar fest daran, dass Aron diese niedrigen Temperaturen nie was ausmachen würden. Er war schon bei -20°C draußen. Komischer Weise fühlte ich mich, als er im Winter drin bleiben konnte, viel besser. Wenn Aron sprechen könnte würde er mir sagen, „Junge lass mich raus, da kann ich wenigstens die schicken Hundemädels sehen und das Überflugverbot für die Spatzen kontrollieren“. Aber so, guckt er mit seinen braunen Kulleraugen immer als wäre es ihm egal. Ob drin, ob draußen? Welch geringe Frage?

Na ja, heute war er draußen, aber nicht ganz im Freien. Nach Monaten im warmen Haus kann man nicht gleich wieder in die Vollen gehen. So hat er sich in seinen Zwinger gelegt und wahrscheinlich die ganze Zeit nicht raus bewegt

Der Zwinger ist immer offen, er war fast noch nie geschlossen und er ist höchst komfortabel eingerichtet. Jedenfalls für einen Hund. Neben der Hundehütte, die schön trocken, nicht zu groß und etwas hochgestellt ist damit kein Frost eindringt, sind noch ein dickes Hundebett und eine Hundeschale aus Plastik vorhanden. Das Hundebett hatte er mal für drinnen bekommen aber jetzt ist es schon etwas unansehnlich geworden, so dass es draußen im Zwinger liegen bleibt. Aron benutzt weder Hundehütte, noch Hundebett.

Die Hütte habe ich bei eBay gekauft und sie aus Erfurt mit nicht geringen Schäden am Auto hierher transportiert. Beim einladen der Hütte in meinen Kombi stellte ich fest, dass sie zu groß war. Zwar nur einige Zentimeter, aber das ist dann auch egal. Sie passt eben nicht rein und selbst ein Kombi lässt sich nicht aufblasen. Also habe ich, nach dem Motto was nicht paßt wird passend gemacht, die Füße der Hundehütte abgeschraubt, das Dach abgenommen und es noch mal versucht. Rein rechnerisch hätte es klappen müssen, aber der Streifen im Fahrzughimmel sagte mir das schiere Mathematik manchmal sehr weit von der Praxis entfernt ist. Zum Glück war nichts gerissen. Und der kleine Kratzer an der hinteren Stoßstange, wo das Hundegebäude aufgesetzt hat sah man kaum. Eines st auf jeden Fall sicher, wegen Aron wurde das Auto demoliert, er aber ist der Einzige der dafür nicht zur Rechenschaft und nicht zur Schadensregulierung herangezogen, oder sonst irgendwie haftbar gemacht wurde. In der Hütte hat Aron bis heute noch nie gelegen.

Aber das nur nebenbei. Das absolut schärfst Utensil in seinem Zwinger ist die Hundeschale. Frauchen hat das Ding ausgepolstert und mit warmen Decken ausgestopft und unterfüttert das bei deren Anblick selbst ein Zwergpinscher, die ja bekanntlich immer Zittern, ins Schwitzen gerät. Jeder Jack Russel überlebt in dieser Schüssel die schlimmsten sibirischen Eisstürme oder die heftigsten kanadischen Blizzards. Ein Labbi der bei -7°C Lufttemperatur noch im Wasser war, sollte neben dieser Hundepolsterschale verächtlich lächeln und sich trotzig in den Schnee im Garten legen. Nicht so Aron! Also heute nicht. Der lag schön warm auf den Decken und hat nur die Nase über den Rand gestreckt, so dass er noch alles mitbekam was außerhalb des Grundstücks passierte selbst aber nicht gesehen wurde.

Der Rest des Tages ist schnell berichtet. Mich hatte der Einkauf im Möbelzentrum heute zu sehr geschafft. Ich musste mich am Nachmittag mit einem Buch ins Lesezimmer zurückziehen und Frauchen ist mit Aron noch eine Runde gegangen. Diese herrliche Ruhe im Haus. Ich genieße sie.

Der Spaziergang ist dann auch weitestgehend Ereignislos verlaufen. Aron hat seinen Freund, eine Husky getroffen und hat mit ihm, im Rahmen seiner Veranlagungen, gespielt. Huskys sind seine allerliebsten Freunde, sogar die Rüden. Ich weiss nicht wo das herkommt. Vielleicht weil sie auch aus dem Norden stammen und sich, normaler Weise, selbst im Schneesturm wohlfühlen. Aber so kongruent sind sie beide dann doch nicht, meine ich. Ich liebe diese Teddys auch, aber so richtig erziehen lassen die sich wohl nicht. Ich kenne jedenfalls keinen der normal >>FUSS<< läuft. Und, ab 15°C, also bei uns etwa ab Monat Mai, kann man mit denen auch nichts mehr so richtig anfangen. Ich kenne Huskys die selbst im Hochsommer bei 30°C Angst vor Wasser haben und nicht hinein gehen. Labradors sind da ganz anders.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Endlich wieder eine Freundin

Der Tag gestern war wie viele andere auch. Aron hat mal wieder viel gepennt. Nach seinem Frühstück ist er bis Mittag nicht gesehen worden. Manchmal will er zwischendurch in Garten und weil die Terrassentür geschlossen ist bellt er. Das ist seine Art zu rufen: "Eh, macht doch mal einer diese Tür auf!" Aber er bellt nicht dauernd, nein, nein. Nur einmal, vielleicht ein zweites Mal, doch dann ist gut. "Einer kommt schon und lässt mich in den Garten." wird er denken. Nur wenn einer seiner speziellen Freunde vorbei kommt, oder sonst etwas seine wohlverdiente Ruhe stört, dann kann es nicht schnell genug gehen. Er bellt und in diesem Moment muss jemand neben ihm stehen um die Tür aufzureißen. Sonst lässt er keine Ruhe, aber das ist zum Glück ganz selten. Jedoch immer in dem Momenten wo Herrchen und/oder Frauchen keine Zeit haben, weil sie telefonieren oder auf dem Klo sind oder beides tun. Na ja Herrchen macht das Letztere wohl nicht!

Heute wollte er aber schlafen. Manchmal denke der Hund würde bestimmt auch gern Winterschlaf machen. Mich fragt ja keiner! Vielleicht gefiel ihm das Wetter nicht. Obwohl ein Labrador keiner ist der vor irgendwelchen Wettererscheinungen Angst hat. Hitze mag er nicht so, aber wenn wir am Strand sind, ist ihm sogar die Hitze egal. Sonst freut der sich bei jedem Wetter raus zu können. Im Sommer ist ja unsere Tür zum Garten auch immer auf.

Vielleicht war Aron aber auch so müde, weil seine Freundin eine schwarze Labradorhündin wieder zu anderen Rüden darf. Sie war läufig und musste fast 2 Wochen Abstand zu den männlichen Artgenossen halten. Die Hündin, ich weiss nicht einmal wie sie heißt, gehört zu einer Frau die sich morgens um die Pferde beim Reitsportverein kümmert. Die Zossen müssen auch raus auf die Koppel und da läuft die Hündin mit jedem Pferd mit.

Die Koppel des Reitsportvereins
Wenn Aron kommt, dann sind die beiden gleich ein Paar. Sie toben über den Platz, schlagen Haken und unterwerfen einander. Da Aron aber eher zur gemäßigten Fraktion gehört ebbt sein sein Spieltrieb meist schnell ab. Er geht dann weg und schnüffelt lieber wieder am Wegrand wer da war. Das missfiel seiner Freundin heute sehr. Wahrscheinlich war sie zu lange ohne Mann! Sie hat Aron immer wieder aufgefordert mit zuspielen und es gelang ihr auch dass Aron von seinem Studium ab ließ und mit ihr weiter tobte.

Plötzlich war es der Dame dann aber zu stürmisch wie Aron sie behandelte. Sie quiekte auf und knurrte ihn an. Er wiederum bellte zurück und beendete Augenblicklich das fröhliche Miteinander. Sie konnte in der Folge noch so lieb betteln, Aron spielte heute nicht wieder mit ihr.  So sind die Weiber, mal mal hot und wenn es dann mal etwas derber wird lassen sie die Mimose raus hängen.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Willkommen auf dem Blog "Labrador jeden Tag"

Hier geht es ganz eindeutig um einen Hund der immer mehr der zentrale Mittelpunkt meines Lebens wird oder es schon ist. Aron, ein schwarzer, pechschwarzer, Labradorrüde! Ich will über seinen Alltag, seine Freuden, seine Streiche und Rüpeleien berichten. Was ich, richtig muss man sagen was Wir, mit ihm erlebt haben ist ohne Beispiel. Das meine ich sowohl im Guten und, es gab auch nicht so schöne Ereignisse. Aber Spaß macht der Labbi immer und ich freue mich auf jeden neuen Tag mit ihm.

Man wird sich fragen warum ich das tue? Denn jeder weiss es gibt schon eine Menge solcher Blogs. Wer soll die alle lesen? Warum soll sich jemand gerade für Aron interessieren?

Nun dieser Hund ist so außergewöhnlich wie schwarz. Ein älterer Mann, den ich bei meinen vielen Spaziergängen im Wald traf wurde bei unserem Anblick sehr traurig. Nein, nicht was man jetzt denken mag. Er erinnerte sich an seinen Schäferhund, der schon  verstorben war. Vielleicht wurde ihm auch klar wie alleine er jetzt war Er meinte zu mir: "Mein Hund war mehr wert als die ganze Familie!" 

Nun, das kann ich so nicht sagen. Aber einen loyaleren, ruhigeren, alberneren, aufmerksameren und zärtlicheren oder vorsichtigeren Hund habe ich noch nie gesehen. Dabei kann Aron richtig garstig werden, wenn einer seiner „Freunde“ ankommt und dem Gnädigen nicht gebührend gegenübertritt. Aron ist der Chef. Denkt Aron. Aber meistens ist er ganz brav und auch froh wenn seine Konkurrenten an ihm vorbei sind.

Aron ist jetzt 6 Jahre alt. Im besten Alter wie man so schön sagt. Nachdem er kurz nach Neujahr seine erste richtige Krankheit überwunden hat, strotzt er wieder vor Kraft und Gesundheit.

Viel Spaß im Leben von Aron!